Tierschutz

Bestimmte Jagdarten sind mit dem Tierschutz nicht vereinbar. Das ist so, weil das Bundesjagdgesetz nicht aller Jagdarten zulässt. Denn nach dem Tierschutzgesetz ist die Jagd erlaubt. Denn diese nimmt die Jagd vom § 17 Abs. 1 TierSchG aus, wonach ein Tier (Wirbeltier) nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden darf.

Natürlich ist Tierschutz ein Anliegen auch der Jägerschaft. Ohne Jagd kann es aber keinen Tierschutz geben, da Tierschutz am Ende auch Biotopschutz ist. Daher ist zum Beispiel der Schutz der Baumkulturen vor Wildverbiss und die Notwendigkeit fehlende natürliche Fressfeinde durch Bejagung zu ersetzen, um das biologische Gleichgewicht im Ökosystem Wald aufrechtzuerhalten, Grund genug für die Jagdausübung.

Außerdem besteht bei der rechtmäßigen Jagd ein Ehrenkodex, waidgerecht zu jagen. Waidgereichtes Jagen beinhaltet aber zugleich, dem Tier unnötiges und vermeidbares Leid zu ersparen. So gehört es sogar zu den Aufgaben des Jägers, krankes Wild oder noch einem Verkehrsunfall stark verletztes und leidendes Wild zu erlegen.

Es ist daher zu bedauern, wenn es Jagdgegner gibt, die sich als Tierschützer darstellen. Wer echten Artenschutz und Biotopschutz betreiben möchte, der sucht den Kontakt und die Mitarbeit der Jäger. Umgekehrt gibt als Jäger ein schlechtes Vorbild ab, wer Tierschützer unreflektiert in einen Topf mit Jagdgegnern wirft.