Biber im Wasser

Der Biber kehrt zurück nach Deutschland

Biber kehrt zurück, war fast ausgerottet

Vor gar nicht langer Zeit galt der Biber als fast ausgerottet in Deutschland. Aktuell ist der Biber jedoch wieder auf dem Vormarsch. So berichtet der Rheinisch Westfälische Jäger in der Juni-Ausgabe über aktuelle Zahlen die der Deutsche Jagdverband bekannt gegeben hat. Fazit, der Biber kehrt zurück! In Mecklenburg-Vorpommern finden sich Biber in 22 % aller Jagdreviere. In Brandenburg sogar in 41 % aller Reviere. In Sachsen-Anhalt sind es immerhin 33 % der Jagdreviere, in denen heute wieder Biber anzutreffen sind. Stark auf dem Vormarsch mit einer Steigerung von 18 % und 17 % in den Jagdjahren 2006-2015 sind das Saarland und Baden-Württemberg. Im Saarland sind in 35 % der Jagdreviere Biber heimisch. In Baden-Württemberg sind es immerhin 21 % der Reviere.

Auch in NRW gibt es wieder Biber

Auch in NRW gibt es bereits wieder Biber. Bereits vor vier Jahren habe ich persönlich einen Biber in der Nähe von Monschau in der Eifel gesehen. An den Ausläufern des Hohen Venn im Brackvenn konnte man die Spuren entdecken, abgenagte Bäume am Ufer der Bäche. Bei einer Wanderung am Eschbach begegnete mir sogar ein Biber im Bachbett. Zwar ist es möglich, dass sich diese Begegnung auf belgischem Gebiet ereignete, aber die Entfernung zu NRW ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Bibersprung“.

Biber hinterlassen eindeutige Spuren im Revier

Untrügliche Biberspuren sind also in weiten Teilen Deutschlands wieder öfter zu sehen. Insbesondere gefällte Bäume, untergrabene Uferböschungen und aufgestaute Gewässer zeigen jedem Jäger sicher, wenn ein Biber in seinem Revier heimisch geworden ist.
Der ehemals bedrohte Pflanzenfresser wird also immer häufiger gesichtet. Das Kerngebiet der Biber in Deutschland liegt im Augenblick nach Meinung von Experten noch im Nordosten. Entlang der Flüsse Elbe, Havel, Spree und oder sowie deren Nebenarme und Zuflüsse gibt es große Populationen. Ausgehend von den großen Flüssen breitet sich der Biber auch ins Umland aus. Da er kaum Scheu vor Menschen besitzt, und zudem sehr anpassungsfähig ist, begibt er sich auch in die Nähe von Städten.

Artenschutz muss überdacht werden

Im kommenden Herbst 2017 will daher die Umweltministerkonferenz einen Erfahrungsaustausch organisieren. Dabei soll es um das Management der Biberpopulationen gehen. Dies hat der Deutsche Jagdverband (DJV) gefordert. Der Biber kehrt zurück, zum Teil in größeren Populationen. Aber er ist nach wie vor eine Art, die streng geschützt ist. Da sich die Populationen einzelner geschützter Arten jedoch in der jüngeren Zeit erheblich erholt haben, fordert der Deutsche Jagdverband bereits seit längerer Zeit eine Überarbeitung der FFH-Richtlinie. Auch weitere Regelungen über den Artenschutz gehören auf den Prüfstand.

Der Biber kehrt zurück, der Wolf ist schon da

An dieser Stelle sei auch an das Thema Wölfe in Deutschland erinnert. Auch diese Tiere unterliegen dem Jagdrecht überhaupt nicht. Unabhängig vom Artenschutz ist daher eine Regulierung der Bestände der Wölfe nicht möglich. Auch wenn Artenschutz natürlich unabdingbar und notwendig bleibt stößt er in diesen Bereichen nicht mehr überall in der Bevölkerung auf Verständnis.

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