Jagd im Regen

Jagd im Regen

Eine Jagd im Regen macht nicht viel Spaß. Und auch keinen Sinn! Oder doch? Das kommt auf viele Umstände an.

Jagd im Regen? – kommt auf das Wild an

Lohnt es sich, sich auf die Kanzel zum Ansitz zu schwingen, wenn es regnet? Wer gerade ein Reh und Raubwild jagen möchte, wird bei Regen wahrscheinlich nicht viel Erfolg haben. Man kann dann mit gutem Gewissen zu Hause bleiben. So denken viele Jäger und sagen, dass eine Jagd im Regen auf Rehwild und Raubwild keine große Aussicht auf Erfolg hat. Andere Jäger hingegen schwören auf Regen, wenn es um die Jagd auf Schwarzwild geht. „Sauwetter ist Sauenwetter“ lautet für manchen Jäger die Devise.

Jagd im Regen – kein Wild im Anblick

Stimmt das, oder tritt das Wild trotzdem aus? Rehwild kann Regen nicht besonders ab und wenn es dann nach dem Regen von den Bäumen tropft mögen die Rehe es überhaupt nicht, von den dicken Tropfen getroffen zu werden. Daher ist die Chance bei durchgehendem Regen Rehwild zu Gesicht zu bekommen eher gegen Null.

Keine Beute bei der Regenjagd möglich?

Man kann nicht generell sagen, dass die Jagd im Regen keine Aussicht auf Erfolg verpricht. Das sind jedenfalls unsere Erfahrungen und Beobachtungen. Zwar mag Rehwild Regen nicht unbedingt. Auch wenn es dann nach dem Regen noch von den Bäumen tropft, mögen die Rehe es überhaupt nicht, von den dicken Tropfen nass zu werden. Eine direkte Jagd im Regen macht daher auf Rehwild keinen Sinn.

Viele haben aber gerade bei Rehwild die Erfahrung gemacht, dass es, sobald es aufhört zu regnen und sich sogar noch ein paar Sonnenstrahlen zeigen, sehr schnell aus der Dickung austritt und man dann plötzlich Anblick hat! Dies sogar oder gerade bei Tageslicht, das Wild will sich nach dem Regenschauer die Decke trocknen. Man kann also kurz nach dem Regen sehr wohl Beute machen, auch oder gerade auf Rehwild. Noch besser sieht es bei anderem Schalenwild aus.

Sauwetter ist Sauenwetter

Dieser Spruch gilt uneingeschränkt! Wer Schwarzwild kennt weiß, dass die Sauen während einer stabilen gleichbleibenden Wetterlage in der Regel mehrere Tage hintereinander den gleichen Fressplatz aufsuchen. Das gilt auch bei der Jagd im Regen. Ändert sich das Wetter hingegen, wechseln die Sauen ihren Fressplatz und sogar das Revier. Sauen spüren auch kleine Witterungsveränderungen, weil sie besonders wetterfühlig sind. Der erfahrene Schwarzwildjäger studiert daher die Wetterberichte und stellt seine Jagdeinsätze auf die jeweiligen Wettersituationen ein. Hat sich gim Herbst oder Frühling richtiges kaltes Sauwetter mit Regen eingestellt, wechseln die Wildschweine bei Dunkelheit auch über weite freie Flurstücke und Felder. Sie tauchen dann in Gebieten und an Kirrungen auf, wo sie möglicherweise schon längere Zeit nicht waren. Ferner haben Sauen und Keiler gelernt, dass es bei schlechtem Wetter in der Nähe von Wegen im Wald weniger nach Menschen stinkt als an schönen Tagen. Daher wird das Schwarzwild an Regentagen bevorzugt die Kirrplätze der Jäger aufzusuchen. Jagd im Regen macht auf Schwarzwild also ausgesprochen viel Sinn. In diesem Sinne, Waidmannsheil bei der Jagd im Regen.

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